20.11.2017

Die Zweite zeigt wie’s geht

Beim Hamburger SV läuft es in dieser Saison genau wie in den vergangenen Spielzeiten. Nach dem elften Spieltag stehen die Hamburger nur auf dem fünfzehnten Tabellenrang: Durch den Sieg gegen VfB zwar nicht direkt auf einem Abstiegsplatz, aber dennoch in gefährlicher Nähe dazu. Ein Trainer unter Druck, Investor Kühne der mit Ausstieg droht: Alles Dinge, die die leidgeprüften HSV-Fans aus den vergangenen Jahren nur allzu gut kennen. Viel besser macht es dagegen die zweite Mannschaft der Hanseaten. In der Regionalliga Nord belegt sie den ersten Platz und kann sich mit einem weiteren Sieg schon die Herbstmeisterschaft sichern. 

Der vergangene Spieltag hat dem HSV zumindest ein wenig Luft zum Durchatmen verschafft. Ein über weite Strecken überzeugender Sieg gegen den VfB Stuttgart katapultierte die Hamburger nicht nur auf einen Nichtabstiegsplatz: Möglicherweise bewahrte der Sieg Trainer Markus Gisdol auch vor dem Rauswurf. Doch die sieben Niederlagen in elf Spielen lassen sich auch durch diesen Sieg nicht aus der Welt schaffen. Für zusätzliche Unruhe sorgte Investor Klaus-Michael Kühne. Er drohte, seine finanziellen Zuwendungen einzustellen, wenn der Verein nicht endlich in sportlicher Hinsicht professionell geführt werde. Eine klare Breitseite gegenüber Vorstandsboss Heribert Bruchhagen und Sportchef Jens Todt.

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Wenn die Hamburger sich also nach sportlichen Vorbildern umsehen wollen, so werden sie im eigenen Verein fündig. Die Zweite Mannschaft des HSV eilt derzeit von Sieg zu Sieg. Nach 15 Saisonspielen haben die Hamburger Nachwuchskicker bereits derer zwölf auf dem Konto. In der Regionalliga Nord ist der HSV mittlerweile seit fast sechshundert Minuten ohne Gegentor geblieben. Kein Wunder also, dass das Setzen auf Siege der Jungspunde des HSV bei Fussball Sportwetten derzeit sehr beliebt ist. Denn mit 30 erzielten Toren gegenüber nur fünf zugelassenen Treffern, haben die Hanseaten auch mit Abstand das beste Torverhältnis in der Regionalliga. Es sind junge Spieler wie Mats Köhlert und Henrik Giese, die verantwortlich sind für die Erfolge der zweiten Mannschaft. Filigrantechniker Köhlert ist auch mit der deutschen U-19 Nationalmannschaft erfolgreich. Der Stürmer erzielte in bislang sieben Länderspielen bereits zwei Treffer. Henrik Giese ist variabel Einsetzbar: Sowohl in der Innenverteidigung als auch im defensiven Mittelfeld kam der 1,91 Meter große Spieler bereits zum Einsatz. Der herausragende Mann ist allerdings Tim Knöll. Er führt die Torschützenliste der Liga mit Abstand an, ist für fast die Hälfte der Hamburger Saisontore verantwortlich. Auch HSV-Coach Markus Gisdol wurde auf die Leistungen von Knöll aufmerksam. In den vergangenen Wochen durfte Knöll bereits mehrmals am Training der Profis teilnehmen, ein Erstligaeinsatz scheint nur eine Frage der Zeit zu sein.

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Der HSV zeigt in der Bundesliga und in der Regionalliga dieses Jahr zwei vollkommen verschiedene Gesichter. Positiv sollte die Hamburger Verantwortlichen dabei stimmen, dass die Zukunftsaussichten des Vereins mit einem derart starken Nachwuchs durchaus rosig sind. Allerdings muss es das Team von Markus Gisdol in dieser Saison erst einmal schaffen, erneut die Klasse zu halten. Nicht nur Investor Kühne, sondern auch die HSV-Anhänger dürften sich wünschen, dass es dieses Jahr nicht ganz so knapp wird, wie in den vergangenen Jahren. Die letzte Saison hatte der HSV immerhin auf einem stabilen zehnten Tabellenrang beendet - Nachdem es im Laufe der Spielzeit mehrmals richtig düster für die Hanseaten ausgesehen hatte.

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