Zuschauerbericht verfasst von: null null

14.04.2018

+++ Altes Amt siegt 4:3 im Lokalderby und schießt 7 Tore +++

Zuschauerbericht

Vor dem Spiel:
Im Freitagabendspiel der 1. KK 2 standen sich in Echte die Gastgeber aus dem Alten Amt und die 2. Mannschaft des FC Auetal gegenüber. Durch die anhaltenden Regenfälle war der Platz aufgeweicht und der Schiedsrichter hatte zu entscheiden, ob das Spiel stattfinden kann. Glücklicherweise ließ der Regen vor dem Anpfiff nach, wodurch die Pfützen auf dem Spielfeld versickerten und das Spiel stattfinden konnte - genau die richtigen Platzverhältnisse für ein Derby.

Kurz vor dem Spiel mussten die Alt-Ämter den Ausfall von Stammkraft Lars Reimann verkraften, dessen Knieprobleme sich hoffentlich nicht als Meniskusschaden bestätigen. Da auch Flügelspieler Jan Schonlau kurzfristig verhindert war, musste die Domeier-Elf umstellen.

1. Halbzeit:
Die Mannschaft ließ sich von den personellen Umstellungen nicht beirren und kam hochkonzentriert und -motiviert aus der Kabine. Nach einigem Abtasten der beiden Mannschaften war es Manuel Breitenbach mit einem sehenswerten Distanzschuss, der das Torfestival in Echte eröffnete. Breitenbach bekommt einen Ball etwa 20-25 Meter vor dem Tor vor die Füße und hat Zeit und Platz, ihn sich auf seinen starken rechten Fuß zu legen. Schon als der Ball den Fuß verließ, war zu sehen, dass er gefährlich wird und letzlich im Netz einschlägt.
Nur 6 Minuten später konnte Mario Wurst auf 2:0 erhöhen - sein erstes Tor für den neuen Club. Nachdem sich der Autealer Torwart beim Rauslaufen verschätzte, kam Benjamin Wurst eher an den Ball und konnte die Kugel quer vor das Tor bringen, wo der mitgelaufene Mario Wurst aus kurzer Distanz nur noch einschieben musste.
Die Alt-Ämter blieben auch nach dem 2:0 eng an ihren Männern und waren griffig in den Zweikämpfen, was die Auetaler bis dahin überforderte. In der 28. Minute ließ Manuel Breitenbach das 3:0 folgen. Nach einer Freistoßflanke von Benjamin Wurst stieg Breitenbach am höchsten und nickte zur komfortablen Führung ein. Damit krönte Breitenbach seine an diesem Tag insgesamt starke Leistung bereits früh in der Partie.
Die restlichen 20 Minuten wurden ausgeglichener und die Auetaler bekamen mehr Spielanteile, was sich aber nicht in gefährlichen Torchancen äußerte, da die Alt-Ämter-Deckung aggressiv und konzentriert agierte. So ging es mit einem deutlichen 3:0 in die Pause.

Halbzeitfazit:
Altes Amt spielte stark, war wach und ging hartnäckig in die Zweikämpfe. Unter dem Strich machten sie aber auch aus den ersten 3 Torchancen, 3 Tore. Eine Qualtität, durch die sie in den letzten Spielen weniger geglänzt haben als auch hochkarätigste Chancen vergeben wurden. Die Auetaler hatten in der ersten Hälfte nur wenig entgegenzusetzen. Wer allerdings dachte, dass diese Partie damit schon zur Halbzeit entschieden war, sollte eines besseren belehrt werden.

2. Halbzeit:
Die Auetaler kamen hochmotiviert aus der Pause und setzen den Gegner nun schon früh im Spielaufbau unter Druck. In der 53. Minute war es dann Dennis Müller, der einen Freistoß per Kopf ins eigene Tor verlängerte und somit die Aufholjagd der Kalefelder einleitete. Diese blieben weiter bissig dran und gewannen nun die wichtigen Zweikämpfe. Sie zeigten genau das, was die Alt-Ämter in der ersten Halbzeit stark machte. Bereits in der 56. Minute konnte die Alt-Ämter Deckung dem Druck nicht mehr standhalten. Nach einem scharfen Querpass vor dem Tor, war es Simon Meyer, der mit dem zweiten Eigentor des Tages den 3:2 Anschlusstreffer für die Auetaler machte.

In Folge dessen kamen die Alt-Ämter kaum noch hinten raus und nur gelegentlich zu Entlastungsangriffen. Bei einem solchen Angriff war es dann Sven Schuhmacher, der im Sechzehner nach einer Freistoßhereingabe geschoben wurde, woraufhin der Schiedsrichter auf den Punkt zeigte. Ein insgesamt harter Elfmeterpfiff, bei dem sich der Schiedsrichter aber seiner über das ganze Spiel kleinlichen Linie in Bezug auf Schieben, Halten und Blocken treu bleibt. Es war Mario Wurst, der den Elfer sicher einschob und somit seinen Doppelpack zum 4:2 in der 77. Minute perfekt machte.

Doch wer meinte, dass die Partie damit entschieden war, sollte direkt im Gegenzug Lügen gestraft werden. Die Auetaler führten den anschließenden Anstoß aus und rannten direkt wieder an. Zunächst konnte der Libero Dominik Packeiser einen Steilpass noch abfangen. Ihm standen alle Möglichkeiten offen, den Ball zu klären, doch er entschied sich für die schlechteste. Mit einem langen Schlag wollte er die Situation bereinigen, jedoch schoss er dabei den heranlaufenden Auetaler Stürmer ab, wodurch der Ball über den Torwart hinweg im Netz landete. Offiziell wird der Treffer Dustin Groetzner gutgeschrieben, geht jedoch zu 100 Prozent auf Packeisers Kappe, wodurch man auch dieses Tor als Eigentor werten kann. Das dritte an diesem Abend.

Nach dem kuriosen 4:3 waren noch etwas mehr als 10 Minuten zu spielen. 10 Minuten, in denen jeder Auetaler Vorstoß gefährlich wurde. Egal ob herausgespielter Angriff oder langer Schlag aus dem Mittelfeld, jeder Ballbesitz wurde zu einer gefährlichen Chance vor dem Alt-Ämter Tor. Dies gipfelte in einem Lattentreffer der Auetaler Offensive, bei dem jedoch auch der zurückgeprallte Ball aus kürzester Distanz nicht im Netz untergebracht werden konnte. Da die Auetaler alles nach vorne warfen, ergaben sich Räume für Konter, die zwar gefährlich waren von der Domeier-Elf allerdings nicht konsequent zu Ende gespielt werden konnten.

Die Alt-Ämter zitterten sich in die 4-minütige Nachspielzeit und sehnten sich den Abpfiff herbei. Der Ausgleichstreffer lag in der Luft - doch er fiel nicht.

Fazit:
Unter dem Strich war es ein verrücktest Spiel, das Altes Amt aufgrund zweier Aspekte für sich entscheiden konnte. Der erste Grund war die absolute Kaltschnäuzigkeit, wodurch die starke Leistung der ersten Hälfte in einer 3:0 Führung gipfelte. Der zweite Grund war, dass die Auetaler Offensive in der zweiten Hälfte an diesem Abend nicht in der Lage war, die zahlreichen Chancen selbst in Tore umzumünzen und ausschließlich auf Eigentore der Alt-Ämter angewiesen war.

Insgesamt belohnt sich Altes Amt für eine starke kämpferische Mannschaftsleistung in einem kuriosen Derby.
(Verfasser: Dominik Packeiser)


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