02.01.2019

Amateurfußball — Leidtragender der neuen Spielpläne?

Bereits seit Jahren wird heftig über die neuen Spielpläne in der ersten Fußball Bundesliga diskutiert. Die einzelnen Spieltage zeichnen sich immer mehr durch eine deutliche Zersplitterung aus, die es schwer macht, sich ohne ein genaues Programm zurechtzufinden. Ein Argument der Gegner der Zersplitterung ist der negative Einfluss auf den Amateurfußball. Doch lässt sich ein solcher tatsächlich erkennen? 

Profisport scheint attraktiver

Die Tatsache, dass bei den kleinen Vereinen in der Region keine 1.000 Zuschauer pro Spiel um den Platz herum stehen, hat nicht nur mit den Spielen der Profis zu tun. Doch tatsächlich war es in den vergangenen Jahrzehnten üblich, für eine Trennung zwischen beiden Bereichen zu sorgen. Während fast alle Spiele der Bundesliga am Samstag um 15.30 Uhr angepfiffen wurden, konnten die kleinen Vereine mit ihrer zusätzlichen Flexibilität für eine andere Einteilung sorgen. Da sie wussten, wie viele ihrer Zuschauer selbst die Spiele der Bundesliga verfolgen würden, entschieden sie sich ganz bewusst gegen die Termine am Samstagnachmittag.

Der Grund für die Zersplitterung der Spieltage liegt natürlich in der Lukrativität des professionellen Sports. Durch das große öffentliche Interesse können Werbeflächen für große Summen verkauft werden. Auf der anderen Seite gibt es zahlreiche Buchmacher, die um das Event gerne selbst um die Gunst der Kunden werben möchten. Angebote, wie unter xtip.de zu finden, werden deshalb mit einem immer stärker werdenden Interesse umworben. 

Montagsspiele sollen abgeschafft werden

Noch bis ins Jahr 2021 gilt der aktuelle Fernsehvertrag, in dem die Anstoßzeiten klar festgelegt sind. Bereits die Verankerung in der Abmachung mit den TV-Größen macht deutlich, dass gar kein Hehl mehr um diese Interessen gemacht wird. Im Jahr 2017 erklärten sich die Clubs noch dazu bereit, bis zu fünf Montagsspiele in der Saison auszutragen. In der laufenden Saison wurden diese von den Fans zahlreicher Clubs immer wieder mit einem Stimmungsboykott bedacht. Aufgrund der keineswegs vollen Tribünen wäre eine solche Aktion wohl kaum zwingend notwendig gewesen.

Bereits im Jahr 2018 wurde bekannt, dass auch die Vereine in dieser Situation zu einem Umdenken bereit waren. In Zukunft soll aus diesem Grund ganz bewusst auf die Montagsspiele in der ersten Liga verzichtet wären. Während es für das Unterhaus des deutschen Fußballs noch immer möglich ist, zu diesem Mittel zu greifen, könnten sich die Spiele der Erstlistigen schon bald wieder allein auf das Wochenende konzentrieren. Nicht nur die Fans sehen dahinter eine sehr begrüßenswerte Entwicklung, die aus ihrer Sicht noch weiter fortgesetzt werden könnte. 

Finanzkraft für sportlichen Wettbewerb

Experten weisen immer wieder darauf hin, wie wichtig es für die Vereine in diesen Tagen ist, sich der wirtschaftlichen Entwicklung nicht zu erschließen. Würden sie sich ganz klar gegen die höher dotierten Verträge mit zersplitterten Spieltagen aussprechen, so hätte auch dies nicht nur Vorteile. Zwar wäre es auf dieser Grundlage zunächst möglich, die Fans zu besänftigen. Darüber hinaus würde das Geld für große Investitionen fehlen, wie sie noch in den vergangenen Jahren vorgenommen werden konnten. Der Abstand zu den anderen Topligen in ganz Europa würde unter diesem Einfluss noch weiter wachsen. Besonders in den internationalen Wettbewerben würde sich der sportliche Rückstand der deutschen Liga aufgrund der geringeren Attraktivität wohl sehr schnell bemerkbar machen. Schon heute wird deshalb genau auf die aktuellen Kennzeichen geachtet.

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