Typisierung im Andenken an Detlef für andere Leukämiepatienten in Schlarpe und Lippoldsberg

Detlef hat Kampf gegen Leukämie verloren

10. Januar 2017, 21:07 Uhr

Seit Oktober bewegt die Erkrankung des 54-jährigen Schiedsrichters aus Schlarpe eine ganze Region. Mehrere Typisierungsaktionen gemeinsam mit der Stefan-Morsch-Stiftung und Spendenaufrufe wurden von Freunden, Vereinskollegen und Arbeitskollegen auf die Beine gestellt, um „Schiri Detlef“ und anderen Leukämiepatienten eine Chance im Kampf gegen Leukämie zu geben. Am Dienstag hat Detlef seinen Kampf verloren. 

Weitere Typisierungstermine, im Andenken an Detlef:

„Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke – jetzt erst recht“, sagt Stephan Hennecke entschlossen. Eigentlich wollten er und die weiteren Mitglieder der Initiativgruppe „Hilf Detlef“ die letzten Vorbereitungen für die Typisierungsaktion mit der Birkenfelder Stammzellspenderdatei besprechen. Dann kam die Nachricht von Detlefs Tod: „Wir sind alle geschockt und tief getroffen“, erzählt Hennecke. „Detlef können wir nicht mehr helfen. Im Gedenken an ihn möchten wir aber unser Möglichstes tun, um anderen Patienten zu helfen.“ Detlefs Familie unterstützt den Entschluss: „Wir wünschen uns, dass durch diese Aktion Leben gerettet werden und anderen Familien dieser Verlust erspart bleibt.“ 
Schon viel haben die Organisatoren bewegt: Plakate und Flyer entworfen, gedruckt und verteilt, Firmen angeschrieben, auf sämtlichen Weihnachtsmärkten und bei etlichen Hallenturnieren Fußballer über den Hilfeaufruf informiert, Kuchenbüffet und Bratwurststand organisiert, Spendendosen verteilt. 

Im Gedenken an ihn möchten die Organisatoren jetzt für andere Leukämiekranken Hoffnungszeichen setzen:
Sonntag, 15. Januar, 14 bis 17 Uhr, in der Dorfgemeinschaftsanlage, Hardegser Straße 4, in Schlarpe.
Samstag, 14. Januar, 13 bis 17 Uhr, Weserbergland-Cup, Sporthalle, Schulstraße 32a, in Wahlsburg-Lippoldsberg
Sonntag, 15. Januar, 11 bis 15 Uhr, Weserbergland-Cup, Sporthalle, Schulstraße 32a, in Wahlsburg-Lippoldsberg

Das Landhotel Am Rothenberg in Volpriehausen setzt seinen Oldtimer Doppeldecker-Bus ein, und bringt Menschen vom Zentralen Omnibusbahnhof Uslar, An der Schwarzen Erde, nach Schlarpe und zurück. Abfahrt in Uslar ist um 16 Uhr. Mehr als 6000 Euro an Spenden sind bereits auf dem Spendenkonto unter dem Motto „Hilfe für Detlef“ eingegangen. „Was aber alles in den Spendendosen steckt, wissen wir noch gar nicht. Die meisten sind noch im Umlauf. Wir öffnen sie erst nach dem 15. Januar und übergeben die Summe dann an die Stefan-Morsch-Stiftung“, sagt Hennecke. Viele Menschen haben sich bei der Initiativgruppe gemeldet, um zu helfen. „Zum Beispiel beim Plakate, Flyer und Spendendosen verteilen oder für Auf- und Abbau der Aktion, für den Küchendienst, die Kuchenspenden oder den Büffet-Dienst. Wir möchten allen Helfern, Spendern und Unterstützern für das vielfältige Engagement Danke sagen“, betont Hennecke.
Die Organisatoren hoffen jetzt, „dass viele am Sonntag, 15. Januar, nach Schlarpe zur Dorfgemeinschaftsanlage kommen, sich als Stammzellspender bei der Stefan-Morsch-Stiftung registrieren, Kaffee und Kuchen gegen eine Spende kaufen oder einfach Geld in die Spendendosen stecken – im Andenken an Detlef und für Menschen, deren letzte Chance eine Stammzellspende ist.“

Weiteres zu Typisierung und Stammzellspende kann man auf der Homepage der Stefan-Morsch-Stiftung (www.stefan-morsch-stiftung.de) erfahren oder sich persönlich unter der kostenlosen Hotline 0800 – 76 67 724 informieren. Auch über info@stefan-morsch-stiftung.de oder via Facebook sind Mitarbeiter der Stiftung erreichbar. Unter www.schlarpe.de/detlef kann man weiteres zum Termin nachlesen.
Spendenkonto: IBAN DE70 2625 0001 0172 1887 65, BIC: NOLADE21NOM






Die Stefan-Morsch-Stiftung

Stefan-Morsch-Stiftung mit Sitz in Birkenfeld ist die älteste Stammzellspenderdatei Deutschlands. Unter dem Leitmotiv “Hoffen – Helfen – Heilen“ bietet die gemeinnützige Stiftung seit 1986 Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke. Hauptziel der Stiftung ist, Menschen zu werben, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. So werden täglich Stammzell- oder Knochenmarkspender aus der stiftungseigenen Spenderdatei weltweit vermittelt. Die Stiftung ist Mitglied der Stiftung Knochenmark- und Stammzellspende Deutschland (SKD). Darüber hinaus unterstützt und berät die Stefan-Morsch-Stiftung Patienten und ihre Angehörigen. Sie leistet Hilfestellung bei der Vermittlung von Kliniken oder Ärzten, steht aber auch den Patienten nach der Transplantation beratend zur Seite. Die Stiftung gibt zudem finanzielle Hilfen. So können ungedeckte Kosten des Patienten, die durch eine Leukämie-Erkrankung entstanden sind und zu einer wirtschaftlichen Notlage geführt haben, übernommen werden.

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