30.08.2018

Wer sind die Favoriten in der Regionalliga Nord?

Das Eröffnungsspiel der Regionalliga Saison 2018/19 bestritten die Reserve von Hannover 96 und der TSV Havelse. Nach dem 0:1 Auftaktsieg der TSV, konnte man auch das folgende Derby gegen den 1. FC Germania Egestorf-Langreder gewinnen. Zwar ist die Saison noch jung, allerdings könnte der TSV die Überraschung der Saison werden. Der Start in die Spielzeit war für den Vorjahreszwölften mehr als vielversprechend, mit sieben Punkten nach den ersten drei Spieltagen grüßt die TSV von der Tabellenspitze. Trainer Jan Zimmermann will weiterhin fokussiert von Spiel zu Spiel denken. Es wird spannend zu beobachten sein, wohin sich die Saison für Havelsener entwickeln wird – und ob es am Ende für die Aufstiegsrunde reicht.

VFB Lübeck mit klarer Zielsetzung

Quelle: Facebook

Ein weiter Kandidat aus dem Favoritenkreis auf den Aufstieg ist VFB Lübeck. Der Vorjahresvierte führt die ewige Tabelle der Regionalliga Nord an und erhofft sich in dieser Saison den Sprung in die nächsthöhere Spielklasse. 2019 feiert der Traditionsverein sein hundertjähriges Jubiläum. Ein Aufstieg in die zweite Bundesliga wäre da natürlich ein extra Grund zum Feiern. In der letzten Saison belegte die Mannschaft von Rolf Martin Landerl einen guten vierten Platz, doch in dieser Saison soll endlich der Schritt in die dritte Liga perfekt gemacht werden. Beim Sportwettenanbieter Betway stehen die Quoten für Lübeck allgemein gut. Nach dem Unentschieden zum Auftakt gegen den VFB Oldenburg meldeten sich die Lübecker mit einem souveränen 3:0 gegen den SSV Jeddeloh im oberen Tabellendrittel zurück. Dieser solide Start lässt bei vielen Fans schon frühe Hoffnung aufkommen.

Die Reservemannschaften der Bundesligisten

Nicht nur in Sachen Marktwert liegt die Reserve von Werder Bremen ganz vorn. Der Kader der mit Talent gespickten zweiten Mannschaft der Bremer ist fast doppelt so wertvoll wie das Aufgebot vom SC Weiche Flensburg, dem Zweiten dieser Tabelle. Obwohl vier Spieler für die Vorbereitung der Profis abgestellt wurden, verlief der Saisonstart für Hanseaten vielversprechend. Vor allem das 4:0 im Nord-Derby gegen die zweite Mannschaft des HSV hat gezeigt, welche Klasse in der teils neuformierten Mannschaft von Trainer Sven Hübscher steckt. Auch das Nachwuchsteam von Hannover 96 gehört mal wieder zum Favoritenkreis. Nach der überraschenden Auftaktniederlage gegen TSV Havelsen, meldete sich die Reserve des Bundesligisten zurück und fuhr gegen Lüneburg und Drochtersen zwei Siege in Folge ein. Ebenfalls auf Kurs ist die Reserve des VFL Wolfsburg nach einem Unentschieden gegen die zweite Mannschaft von Werder Bremen am ersten Spieltag, folgte ein 7:0 Schützenfest gegen den VFL Oldenburg.

Wer macht das Rennen?

Mit dem fünften Platz war die Germania Egestorf-Langreder eine der Überraschungen in der vergangenen Saison. Kein Wunder also, dass die Leistungen der Spieler das Interesse anderer Vereine geweckt haben und in der Sommerpause einige Abgänge vermeldet wurden. Björn Lindemann zog es ablösefrei zum Konkurrenten SSV Jeddeloh, Stürmer Hendrik Weylandt sieht bei der Reserve von Hannover 96 bessere Perspektiven und Marco Schikora schnürt seine Schuhe seit der Saison 2018/19 für Viktoria Berlin. Trotz der namhaften Abgänge wird auch in dieser Spielzeit wieder mit der Germania zu rechnen sein. Der Auftaktsieg gegen die zweite Mannschaft des HSV entfachte bei den Anhängern direkt wieder die Euphorie der letzten Saison.

Neuer Aufstiegsmodus für 2019

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Nachdem man die Zahl der Regionalligen von drei auf fünf erhöht hat, wurde auch der Aufstiegsmodus für die dritte Liga modifiziert. Von 2012 bis zur Saison 2018/19 wurden aus den fünf Meistern der Regionalligen, sowie dem Vizemeister jener Regionalliga mit den meisten Vereinen, was derzeit die Regionalliga Südwest ist, drei Aufsteiger ausgespielt. Die Relegationsspiele finden mit Hin- und Rückspiel statt. Diese Aufstiegsregelung stand seit ihrer Einführung immer wieder in der Kritik, da Mannschaften trotz einer überragender Leistungen in der Saison letztlich nicht aufsteigen konnten. Nun wurde die Aufstiegsregelung insofern modifiziert, dass nun vier Mannschaften in die dritte Liga aufsteigen werden. Dabei stellen die Meister der Regionalligen Südwest und Nordost je einen direkten Aufsteiger. Mit dem West-Meister wurde ein weiterer direkter Aufsteiger zwischen den Meistern der übrigen Regionalligen ausgelost. Die beiden verbleibenden Meister (Bayern und Nord) spielen in Hin- und Rückspiel den vierten Aufstiegsplatz aus. Hier handelt sich laut DFB Präsident Reinhard Grindel „nur um eine Übergangslösung“. Zur Saison 2019/20 wird das System nochmals angepasst.


Auf jeden Fall verspricht die Regionalliga Nord auch dieses Jahr wieder spannende Derbys und packende Nachbarschaftsduelle.

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