Teammanagerbericht: SG Dassel/Sievershausen

Autor: Kevin Mundt

03.04.2018

8:7 n.E. - Pokalaus beim TSV Edemissen

Sparda-Bank Kreispokal | Teammanagerbericht SG Dassel/Sievershausen

Edemissen (km). Am vergangenen Ostermontag reiste die SG Dassel/Sievershausen zum ersten Pflichtspiel des Kalenderjahres 2018 zum Viertelfinalspiel des Kreispokals zum TSV Edemissen. Bei bedecktem, aber trockenem Wetter wurde ein Kampfspiel auf tiefem Boden erwartet.

Dassel rückte mit fast vollem Kader startete im gewohnten 4-3-1-2 System. Langhorst und Spangenberg sollten hoch stehend über die Außen Gefahr ausstrahlen, während Possner die Strippen im Zentrum zog.


Dassel dreht frühen Rückstand - Edemissen dreht zurück

Die langersehnte erste Partie des Jahres startete auf der Edemisser Buckelpiste rasant: Nach einem Stockfehler in der Abwehrreihe der Gäste setzte Wille stark nach und legte vor Schnepel quer auf Arnemann, der die frühe Führung herstellte (3.). Die SG war um Fußball bemüht, was sich durch die gewohnt zweikampfbetonte Spielweise der Hausherren, sowie der widrigen Platzverhältnisse als schwierig herausstellte. Dennoch sollte diese Mühe nicht unbelohnt bleiben. Nach guter Kombination im Zentrum kann Pressentin auf Mundt durchstecken, der sich den Ball an der 16er-Kante zurechtlegen und satt ins lange Eck abschließen kann (10.). Weitere 10 Minuten später konnte sich Possner im Zentrum durchsetzen und auf den startenden Mundt durchstecken, der kurz vor dem Abschluss nur noch mit einem Foul zu bremsen war. Den fälligen Strafstoß konnte TSV-Keeper Sonntag noch parieren, ehe der Nachschuss im Netz zappelte (20.). Und als ob das nicht schon genug Action für 20 Minuten war, legte der TSV nach: Eine Wille-Ecke konnten die Gäste nicht konsequent klären und die zweite Hereingabe konnte Guse ins lange Eck stochern (22.). Im nachfolgenden Spielverlauf waren beide Teams um Stabilität und Konsequenz im Defensivverhalten bemüht. Das tat dem spielerischen Element nicht unbedingt gut und führte zu vielen langen Bällen. Allerdings war dies an diesem Tage ein durchaus probates Mittel um schnell vor den Kasten des Gegners zu kommen und auf die Mithilfe des Rasens zu hoffen. Das heimische Geläuf schien für die Damann-Elf ein kleines Plus zu sein. Nach einem dieser unzähligen langen Bälle Richtung Marcel Wille, konnte er sich im Strafraum geschickt stellen wurde von L. Tönnies hörbar am Fuß getroffen. Ein streitbarer aber durchaus berechtigter Elfmeter-Pfiff folgte und Wille verwandelt gewohnt sicher (33.). Damit war das Spiel erneut gedreht und für die Zuschauer hatte sich die Reise nach Edemissen bereits jetzt gelohnt. Mit dem Pausenpfiff hätte sogar fast noch einmal geklingelt, diesmal scheiterte Kornehl an der Unterkante der Latte (45.).

Dassel dreht erneut und bringt sich selbst um den Lohn

Weiter ging es in Durchgang zwei mit wenig Fußball vom TSV und stärker werdenden Gästen aus dem Solling. Die SG konnte nun deutlich mehr Zweikämpfe und Kopfballduelle im Zentrum für sich entscheiden und hatte dann Platz zum Spielaufbau. So näherte sich die Dankert-Elf immer weiter dem Tor der Hausherren. Nach knapp einer Stunde konnte ein Freistoß aus dem Halbfeld nicht sauber geklärt werden und landete vor den Füßen von Mundt. Dieser überlupfte die Abwehrkette in den Lauf von Dillgart, der das Spielgerät entschlossen per Vollspann in die kurze Ecke drosch (58.). Fast im Gegenzug konnte die Heimelf wieder in Führung gehen, Wille scheiterte nach schwerem Absprachefehler in der Dasseler Hintermannschaft jedoch am starken Schnepel. Zwei Zeigerumdrehungen später konnte M. Tönnies nach einem Edemisser Abschlag den Ball zu Possner köpfen, der Mundt auf die Reise schickte. Dieser ging ins eins gegen eins und bugsierte den Ball etwas glücklich zu Dillgart, der das Ding wieder kompromisslos in die Maschen schoss (67.). Und wieder war das Spiel gedreht. Doch wer nun voll Freude - oder auf der anderen Seite voller Frust- zur Getränketheke ging, der verpasste schon wieder die Antwort der Edemisser. In einem ungestümen Zweikampf ging Wille im 16er zu Boden und bekam den zweiten Elfmeter für seine Farben zugesprochen. Auch dieser zappelte sicher im Netz (69.). Die letzten 20 Minuten verteidigte der TSV leidenschaftlich und verdiente sich letztlich den Gang zum Elfmeterschießen. Hierbei wurde der Schlussmann der Hausherren, der schom im Spiel wiederholt herausragend parieren konnte, zum Matchwinner.

Unterm Strich steht ein wahres Wechselbad der Gefühle und für alle Zuschauer ein spannendes und torreiches Spiel zu Buche. In diesem Fall mit dem besseren Ende für den TSV Edemissen, der sich diesen Sieg letztlich erkämpfte. Die SG stolpert im wahrsten Sinne über den holprigen Rasen und zu viele individuelle Fehler. Nach dem Spiel fragte man sich zurecht, wie man in diesem Spiel vier Gegentreffer zulassen konnte. Die Gäste zeigten sicher keine schlechte Leistung, allerdings muss sich im Defensivverhalten in allen Mannschaftsteilen noch einiges tun, wenn man erfolgreich in den Ligabetrieb zurückkehren will.


Sportliche Grüße
Kevin Mundt

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